Katzenregel Nummer eins:
Egal, was du ausgefressen hast,
lass es aussehen,
als wäre es der Hund gewesen.

Anonym
Hallo,
hier ein kurzer Bericht von unseren Fährtengängen im Wald mit uns: Lukas, Helena und Vitus, unserm Hund Mike und unsrer Hunde-Trainerin Sabine Hoff.

Los ging’s bei uns, wo wir alles wichtige für die Fährte einpackten: Brustgeschirr, Schleppleine, eine Flasche Wasser, ein paar Leckerlis (die selbst gemachten mag er am liebsten), eine Schüssel, eine Schnur (gut 2 - 3 m lang) und ein Paar Wiener Würstchen. Dann ging’s ab in den Wald.

Wir wurden auf dem Weg noch ein bisschen von Sabine über die Hundenase aufgeklärt. Wir haben erfahren, dass ein Hund nicht nur unser Deo oder Parfüm riecht, sondern die Hautschuppen und Haare, die ein Mensch am laufenden Band verliert.

Als wir am Waldrand angelangt waren, trennte sich Helena von uns, um die Fährte zu legen. Das ging folgender Maßen:

Die Schnur musste an ein Würstchen gebunden werden. Dann zog Helena die Schnur hinter sich er her in den Wald hinein.. Die Spur durfte aber nur kurz sein, etwa 50-60 Meter. Die vereinbarte Zeit, die sie hatte, waren 10 Minuten.
Mike folgt der Spur im Affenzahn!
Diese Zeit kam uns und vor allem Mike wie eine halbe Ewigkeit vor. Mike war total aus dem Häuschen und fing zu winseln an. Er wollte unbedingt zu Helena und zu dem Ding, das so super roch und am anderen Ende der Schnur hing.

Helena ging während dessen in den Wald, die Fährte legen. Damit wir auch wussten wo sie lang ging, legte sie uns in regelmäßigen Abständen ein paar Stecken auf den Boden, die einen Pfeil in die Richtung ergaben, in die sie gegangen war.

Als die Zeit endlich um war (länger hätte es Mike sowieso nicht ausgehalten), gingen Sabine, Vitus und ich in die Richtung, in die Mike uns führte oder besser gesagt zog. In diesem Fall durfte er das, war ja schließlich kein Spaziergang.

Während der Fährte war es besser , Mike ganz in Ruhe zu lassen, damit er sich nur auf seine Nase konzentrieren konnte. Dennoch kam es vor, dass Mike mal nicht den Pfeilen nachgehen wollte. Dann blieben wir einfach stehen und warteten bis Mike das Würstchen wieder gewittert hatte. Es dauerte nicht lange, da hatte Mike Helena aufgespürt, und zur Belohnung, wie könnte es anders sein, bekam er zum krönenden Abschluss das Würstchen, dass er herzhaft verschlang. Was zu trinken brauchte Mike natürlich auch, denn so eine Fährte ist super anstrengend für so eine Hundenase.
Am Ziel!

Das ganze machten wir dann noch gleich 2 Mal: Einmal versteckte ich mich, einmal Vitus.

Doch nach der dritten Fährte war Mike echt am Ende, was er auch zeigte. Aber nicht durch Müdigkeit wie Gähnen und schlapp gehen sondern dadurch, dass er ständig in die Leine biss, oder wie verrückt hin und herraste. Damit wollte er nicht sagen: “Ich bin noch topfit.” Sondern: “Das war jetzt aber ganz schön viel auf einmal, ich bin fix und alle!!!”
(Text von Lukas Niedermeier)
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